Das Tausendschön - Gänseblümchen
Vor ein paar Tagen habe ich die ersten Gänseblümchen (Bellis perennis) auf einer Wiese entdeckt. Diese wunderbare kleine Pflanze war bereits bei den Germanen eine Blume der Göttin Freya, ein Symbol für Fruchtbarkeit und Neubeginn. Wie vielen anderen Frühlingsblumen schreibt man auch den drei ersten im Jahr gefundenen Gänseblümchen besondere Heilkraft zu.
Durch ihren Genuss bleibt man die kommenden 12 Monate fieberfrei. Drei mit dem Mund abgebissene und verschluckte Gänseblümchen heilen Magenbeschwerden.
Ich hatte das letztes Jahr mal ausprobiert und siehe da, ich hatte weder Fieber noch Magenschmerzen. Na gut, ich bin ansonsten auch nicht recht anfällig für diese beiden Gebrechlichkeiten 😉
Trotzdem sollte man am Tausendschön nicht achtlos vorbei gehen.
"Die Freude der Ärzte und der Stolz der Köche", so äußerste sich einst Karl der Große.
Das Gänseblümchen war damals noch nicht so verbreitet wie heute, kein Wunder, der ideale Rasenstandort, war noch unbekannt. Die Volksmedizin schreibt ihm als Tee, Tinktur oder Frischpflanze Wirkung bei Erkrankungen der Atemwege, Arthritis, Rheuma, Verstopfung, Leber-, Nieren- und Blasenbeschwerden und zu starker und schmerzhafter Periode zu.
Bei Husten, Katarrhen, Gicht und Magenweh trinkt man den Tee der Pflanze, durch den Gerbstoffgehalt wirkt dieser allerdings leicht stopfend.
Ich nutze das Gänseblümchen grundsätzlich gerne. Ob mit ein paar Blütenköpfchen im Salat oder in meiner Erkältungsschreck-Tinktur.
Kinder lieben es, sich z.B. Gänseblümchen Ohrringe zu machen. Hierfür pflückt ihr euch einfach ein paar Blütenköpfchen sowie Löwenzahn. Den unteren Blütenboden dann einfach mit dem Saft des Löwenzahnstängels einreiben und an das Ohr kleben. Und ja, es funktioniert tatsächlich! Löwenzahnsaft ist ein super Kleber.
